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Europäisches vs. französisches Roulette: La Partage und En Prison

Veröffentlicht: Redaktion TopOnlineCasinos.co.at

Europäisches und französisches Roulette verwenden dasselbe Rad mit einer Null und haben bei den meisten Einsätzen denselben Hausvorteil von 2,70 %. Der Unterschied liegt bei den einfachen Chancen wie Rot/Schwarz: Mit der Regel La Partage halbiert sich der Hausvorteil dort auf 1,35 %, mit En Prison sinkt er auf rund 1,39 %. Amerikanisches Roulette mit Doppelnull liegt mit 5,26 % fast doppelt so hoch wie das europäische.

Inhalt8 Abschnitte
  1. Drei Varianten, ein Unterschied: die Null
  2. Der Hausvorteil nachgerechnet
  3. Alle Einsätze und Auszahlungen im Vergleich
  4. Was der Unterschied in Euro ausmacht
  5. So erkennen Sie die Variante am Tisch
  6. Live-Roulette oder RNG-Roulette?
  7. Welche Variante für wen?
  8. Häufige Fragen
Europäisches vs. französisches Roulette: La Partage und En Prison
Foto: Gerd Eichmann, CC BY-SA 4.0

Drei Varianten, ein Unterschied: die Null

Alle drei Varianten zahlen dieselben Quoten aus: 35 zu 1 für eine einzelne Zahl, 1 zu 1 für Rot oder Schwarz. Der Hausvorteil entsteht allein durch die grünen Null-Felder, die bei Wetten auf Farben, Gerade/Ungerade oder Hälften als Verlust zählen.

  • Europäisches Roulette: 37 Felder (0 bis 36), keine Sonderregel bei Null.
  • Französisches Roulette: dasselbe Rad mit 37 Feldern, aber mit La Partage oder En Prison für die einfachen Chancen. Der Tisch ist meist mit französischen Begriffen beschriftet, etwa Rouge/Noir, Pair/Impair, Manque/Passe.
  • Amerikanisches Roulette: 38 Felder (0, 00 und 1 bis 36), keine Sonderregel.

Ein Überblick über Spielablauf und Wettarten findet sich auf unserer Seite zu Roulette.

Der Hausvorteil nachgerechnet

Der Hausvorteil ist der erwartete Verlust pro eingesetztem Euro. Er lässt sich für jede Wette exakt ausrechnen: Gewinnwahrscheinlichkeit × Auszahlung minus Verlustwahrscheinlichkeit × Einsatz.

Europäisches Roulette: 2,70 %

Einsatz 1 € auf eine einzelne Zahl: Sie gewinnen mit Wahrscheinlichkeit 1/37 genau 35 €, mit 36/37 verlieren Sie 1 €. Erwartungswert: (35 − 36) ÷ 37 = −1/37 = −2,70 %.

Einsatz 1 € auf Rot: 18 rote Felder, 18 schwarze, eine Null. Erwartungswert: (18 − 19) ÷ 37 = −1/37 = ebenfalls −2,70 %. Bei europäischem Roulette ist der Hausvorteil also für alle üblichen Wetten gleich.

Französisch mit La Partage: 1,35 %

Fällt die Null, verlieren Sie bei einer einfachen Chance nur die Hälfte des Einsatzes; die andere Hälfte bekommen Sie zurück. Rechnung für 1 € auf Rot: 18/37 × (+1) + 18/37 × (−1) + 1/37 × (−0,5) = −0,5/37 = −1,35 %.

Französisch mit En Prison: rund 1,39 %

Fällt die Null, bleibt der Einsatz auf der einfachen Chance „gefangen“ stehen. Gewinnt er in der nächsten Runde, erhalten Sie ihn ohne Gewinn zurück; verliert er, ist er weg. In der einfachsten Form (eine Gefangenschaft, erneute Null = Verlust) gilt: 1/37 × (18/37 × 0 + 19/37 × (−1)) = −19/1369 ≈ −1,39 %. Laut Wizard of Odds liegt der Wert bei einfacher Gefangenschaft bei etwa 1,39 %, bei Varianten mit mehrfacher Gefangenschaft bei etwa 1,37 %. La Partage ist für Spieler also minimal günstiger als En Prison.

Amerikanisches Roulette: 5,26 %

Einsatz 1 € auf eine einzelne Zahl: (35 − 37) ÷ 38 = −2/38 = −5,26 %. Auf Rot: (18 − 20) ÷ 38 = ebenfalls −5,26 %. Eine Ausnahme ist die Fünf-Zahlen-Wette auf 0, 00, 1, 2 und 3, die 6 zu 1 zahlt: (5 × 6 − 33) ÷ 38 = −3/38 = −7,89 % – die schlechteste Wette am amerikanischen Tisch.

Alle Einsätze und Auszahlungen im Vergleich

EinsatzZahlenAuszahlungEuropäischFranzösisch (La Partage)Amerikanisch
Plein (einzelne Zahl)135 zu 12,70 %2,70 %5,26 %
Cheval (Split)217 zu 12,70 %2,70 %5,26 %
Transversale pleine (Street)311 zu 12,70 %2,70 %5,26 %
Carré (Corner)48 zu 12,70 %2,70 %5,26 %
Fünf-Zahlen-Wette 0-00-1-2-356 zu 1––7,89 %
Transversale simple (Six Line)65 zu 12,70 %2,70 %5,26 %
Dutzend / Kolonne122 zu 12,70 %2,70 %5,26 %
Einfache Chancen (Rot/Schwarz, Gerade/Ungerade, 1–18/19–36)181 zu 12,70 %1,35 %5,26 %

Die Sonderregeln wirken also nur auf die einfachen Chancen. Wer am französischen Tisch auf Zahlen, Dutzende oder Kolonnen setzt, spielt mit genau demselben Hausvorteil wie am europäischen.

Was der Unterschied in Euro ausmacht

Eine Null-Runde Schritt für Schritt

Rechenbeispiel: Sie setzen 10 € auf Rot, die Kugel fällt auf die Null. So geht es je nach Variante weiter:

SchrittEuropäischFranzösisch, La PartageFranzösisch, En PrisonAmerikanisch (0 oder 00)
Kugel fällt auf Null10 € verloren5 € verloren, 5 € zurück10 € bleiben gesperrt auf Rot10 € verloren
Nächste Runde: Rot––10 € zurück, kein Gewinn–
Nächste Runde: Schwarz oder erneut Null––10 € verloren (bei einfacher Gefangenschaft)–
Bilanz dieser Null-Runde−10 €−5 €0 € mit 18/37, −10 € mit 19/37; im Mittel −5,14 €−10 €

Die letzte Zeile zeigt, warum La Partage knapp vorne liegt: Bei En Prison ist der Verlust nach einer Null im Mittel 10 € × 19/37 = 5,14 € und damit etwas höher als die fixen 5 € bei La Partage. Am Gewinn bei Rot und am Verlust bei Schwarz ändert keine der Regeln etwas – sie greifen ausschließlich, wenn die Null fällt, also im Schnitt in einer von 37 Runden.

Falls ein Tisch nach einer Null die Wahl zwischen Gefangenschaft und sofortiger Rückgabe der Hälfte lässt, ist die Rückgabe der Hälfte mathematisch die bessere Option: 1,35 % statt rund 1,39 % Hausvorteil. Welche Regel gilt, ob ein gesperrter Einsatz bei einer weiteren Null erneut gesperrt wird oder verloren ist, und ob die Regel auch für Dutzende und Kolonnen gilt (in der üblichen Form nicht), steht in den Spielregeln des jeweiligen Tisches. Ein Blick dorthin dauert eine Minute und entscheidet darüber, welche Zeile der Tabelle für Sie zutrifft.

Auf viele Runden gerechnet

Rechenbeispiel: 100 Runden mit je 10 € auf Rot ergeben 1.000 € Umsatz.

VarianteHausvorteilErwarteter Verlust bei 1.000 € Umsatz
Französisch mit La Partage1,35 %13,51 €
Französisch mit En Prison (einfach)ca. 1,39 %13,88 €
Europäisch2,70 %27,03 €
Amerikanisch5,26 %52,63 €

Bei gleichem Spielverhalten kostet amerikanisches Roulette im Mittel fast viermal so viel wie französisches mit La Partage auf einfachen Chancen. Das sind Durchschnittswerte über viele Runden; eine einzelne Sitzung kann deutlich besser oder schlechter ausgehen. Kein Setzsystem ändert diese Zahlen, denn jede Runde ist unabhängig und jede Einzelwette trägt denselben Hausvorteil.

So erkennen Sie die Variante am Tisch

  1. Zählen Sie die Null-Felder: eine Null bedeutet europäisch oder französisch, 0 und 00 bedeutet amerikanisch.
  2. Öffnen Sie die Spielregeln über das Info-Symbol des Tisches.
  3. Suchen Sie nach „La Partage“, „En Prison“ oder einer Formulierung wie „bei Null wird die Hälfte der Einsätze auf einfache Chancen zurückgegeben“.
  4. Prüfen Sie die angegebene Auszahlungsquote: 97,30 % entspricht dem Rad mit einer Null, 98,65 % weist bei einfachen Chancen auf La Partage hin, 94,74 % auf das Doppelnull-Rad.
  5. Achten Sie auf veränderte Auszahlungen. Tische mit Multiplikatoren oder Zusatzwetten zahlen andere Quoten aus; dann gelten die Werte aus der Tabelle nicht, und maßgeblich ist die Quote in den Spielregeln.

In Großbritannien verlangen die technischen Standards der Glücksspielaufsicht, dass Hausvorteil, Auszahlungsquote oder Gewinnwahrscheinlichkeiten vor dem Einsatz leicht zugänglich sind. Bei seriösen Anbietern steht die Angabe deshalb meist in den Spielregeln des Tisches.

Live-Roulette oder RNG-Roulette?

Bei RNG-Roulette bestimmt ein Zufallszahlengenerator das Ergebnis, beim Live-Casino dreht ein echter Croupier ein echtes Rad, das per Video übertragen wird. Für den Hausvorteil ist das gleichgültig: Bei gleichen Regeln – eine Null, gleiche Auszahlungen, gleiche Sonderregel – ist er identisch.

Der praktische Unterschied liegt im Tempo. Weil der erwartete Verlust vom Umsatz abhängt, kostet mehr Runden pro Stunde mehr Geld pro Stunde. Rechenbeispiel mit angenommenen Werten: Bei 10 € auf Rot am europäischen Tisch und 40 Runden pro Stunde beträgt der erwartete Verlust 400 € × 2,70 % = 10,81 € pro Stunde. Spielt jemand am RNG-Tisch 200 Runden pro Stunde, sind es 54,05 € – fünfmal so viel, bei identischem Hausvorteil.

Bei Live-Tischen lohnt außerdem ein Blick darauf, ob es sich um klassisches Roulette oder eine Spielshow-Variante mit Multiplikatoren handelt. Solche Varianten zahlen auf einzelne Zahlen oft weniger als 35 zu 1 aus und gleichen das mit zufälligen Multiplikatoren aus, was die Rechnung verändert. Ein Überblick über Live-Casinos und ihr Spielangebot findet sich auf unserer Vergleichsseite.

Welche Variante für wen?

Wer vorwiegend auf einfache Chancen setzt, hat mit französischem Roulette und La Partage den niedrigsten Hausvorteil aller drei Varianten. Wer auf Zahlen oder Gruppen setzt, findet am französischen und europäischen Tisch dieselben 2,70 %. Amerikanisches Roulette ist mathematisch bei jeder Wette die teuerste Wahl, die Fünf-Zahlen-Wette besonders.

Ein niedriger Hausvorteil bedeutet niedrigere Kosten, aber keinen Vorteil für Sie: Auf lange Sicht gewinnt bei allen drei Varianten das Casino. Legen Sie vor dem Spiel ein Budget und eine Zeitgrenze fest. Wenn das Spielen zur Belastung wird, bietet die Spielsuchthilfe österreichweit kostenlose, vertrauliche und auf Wunsch anonyme Beratung.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen europäischem und französischem Roulette?

Beide haben ein Rad mit einer Null und dieselben Auszahlungen. Beim französischen Roulette gilt zusätzlich La Partage oder En Prison: Fällt die Null, verlieren Einsätze auf einfache Chancen nur die Hälfte oder bleiben für eine Runde stehen.

Wie hoch ist der Hausvorteil beim französischen Roulette?

Auf einfache Chancen beträgt er mit La Partage 1,35 %, mit En Prison rund 1,39 %. Für alle anderen Wetten bleibt er wie beim europäischen Roulette bei 2,70 %.

Was bedeutet La Partage beim Roulette?

La Partage heißt „Teilung“: Fällt die Null, bekommen Sie bei einem Einsatz auf Rot/Schwarz, Gerade/Ungerade oder 1–18/19–36 die Hälfte des Einsatzes zurück. Dadurch halbiert sich der Hausvorteil auf diese Wetten.

Ist En Prison oder La Partage besser?

La Partage ist minimal günstiger: 1,35 % Hausvorteil gegenüber rund 1,39 % bei einfacher En-Prison-Regel. Der Unterschied ist klein, beide liegen deutlich unter den 2,70 % ohne Sonderregel.

Warum ist amerikanisches Roulette schlechter?

Das zusätzliche Doppelnull-Feld bringt 38 statt 37 Felder bei gleichen Auszahlungen. Der Hausvorteil steigt dadurch auf 5,26 %, bei der Fünf-Zahlen-Wette 0-00-1-2-3 sogar auf 7,89 %.

Quellen

  1. Wizard of Odds: Roulette Basics (Hausvorteil, La Partage, En Prison, Auszahlungen)
  2. Wikipedia: En prison
  3. Gambling Commission: RTS 3 – Rules, game descriptions and the likelihood of winning
  4. Spielsuchthilfe – Beratung und Behandlung

Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Glücksspiel ab 18; Hilfe bei Spielsuchthilfe.

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